Die tägliche Praxis lehrt uns, dass Zeit und materielle, sowie personelle Ressourcen häufig auf vielfältige Weise verschwendet werden, wenn die Prozesse in einem Unternehmen nicht optimal aufeinander abgestimmt sind.
Wer regional, national oder international mit herausragenden Produkten und Dienstleistungen den Ansprüchen seiner Kunden auf höchstem Niveau gerecht werden will, braucht hoch qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Doch wie steht es tatsächlich um die Nachhaltigkeit und Effizienz von Qualifizierungsmaßnahmen? Ist es nicht noch immer häufig so, dass sich die meisten Qualifizierungsansätze ausschließlich auf das Senden von Informationen beschränken?
Entgegen der üblichen Qualifizierungskonzepte wird bei der Fabrik im Seminarraum ganz bewusst auf die Vermittlung von Inhalten – im Sinne von Sender und Empfänger – verzichtet, um möglichst schnell einen realen Bezug zu den Abläufen im Unternehmen herzustellen.
Der Ansatz der Fabrik im Seminarraum ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer bestimmten Rolle (Aufgabe) in einem modellhaften abgebildeten Unternehmen jeweils einen der Teilprozesse übernehmen. Auf der Grundlage bestimmter Vorgaben müssen sie nun dafür Sorge tragen, dass die vom "Kunden" bestellten Produkte in der geforderten Qualität, zum gewünschten Termin und unter Berücksichtigung eigener betriebswirtschaftlicher Kennzahlen geliefert werden. Der Effekt bei dieser Vorgehensweise ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fehler in ihrem eigenen System und/oder in Nachbarsystemen förmlich sehen lernen. Somit wird – erlebnishaft – sicher gestellt, dass alle einen Blick für die Ineffizienz von Prozessen und die damit einhergehende Verschwendung erkennen.